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| Motorrad-Lexikon
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Bremse
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Die meisten Bremsen bei Kraftfahrzeugen beruhen auf der Bremswirkung durch Reibung. Je nach
Fahrzeugtyp werden aber verschiedene Systeme verwendet, die Bremsen zu betätigen.
Die Einteilung der Bremsanlagen kann vorgenommen werden in:
Hydraulische Bremse
Bei Pkw werden in der Regel hydraulische Bremsen verwendet. Durch Druck auf das Bremspedal wird ein
Hydraulikkolben im Hauptbremszylinder mechanisch bewegt, der über die Hydraulikleitung wiederum auf
die Kolben in den Radbremszylindern auf die Bremsklötze bei Scheibenbremsen oder die Bremsbacken bei
Trommelbremsen drückt. Als Servobremse versteht man einen Bremskraftverstärker, der die eigene
Pedalkraft noch verstärkt. PKW müssen mindestens zwei voneinander unabhängige Bremskreise besitzen.
Diese sind entweder auf Vorder- und Hinterachse, oder diagonal aufgeteilt. Eine Weiterentwicklung
der hydraulischen Bremse stellt die elektrohydraulische Bremse dar.
Mechanische Bremse
Bei der mechanischen Feststellbremse (auch Handbremse) wird vom Bedienhebel die Bremskraft über
einen Seilzug auf die beiden hinteren Räder übertragen, wo die Bremsbacken auseinander oder
Bremsklötze zusammengedrückt werden. Mercedes hat ein Pedal zum Anziehen der Bremse. Früher gab es
als Feststellbremse auch die so genannte Kardanbremse. Hier wurde ein Bremsband über einer Scheibe
auf der Kardanwelle oder beim Getriebeausgang verwendet. (z.B. Fiat 600 oder Landrover)
Druckluftbremse
Lkw und schwere Anhänger haben eine pneumatische Bremse. Die Kolben im Radbremszylinder werden durch
Druckluft und nicht durch Bremsflüssigkeit wie beim Pkw bewegt. Die Federspeicherbremse dient als
Feststellbremse bei LKW oder Anhänger. Im Stillstand wird die Bremse durch Federkraft geschlossen.
Zum Lösen der Bremsen muss mit Druckluft die Federkraft überwunden und die Bremse gelöst werden. Bei
einem Druckverlust führt das System zu einer Vollbremsung, da die Feder die Bremse betätigt sobald
der Gegendruck fehlt.
Auflaufbremse
Auflaufbremsen werden für Pkw-Anhänger und Wohnwagen verwendet. Dabei wird die kinetische Energie des
Anhängers ausgenützt. Wenn das Zugfahrzeug gebremst wird, läuft der Anhänger auf das Zugfahrzeug auf.
Von der Anhängerkupplung wird diese Kraft über mechanische Hebel auf die Bremsen übertragen.
Dauerbremse
Bei Bussen und schweren LKW ist zusätzlich eine Dauerbremse vorgeschrieben, zum Beispiel eine
Motorstaubremse, Wirbelstrombremse oder Retarder. Diese ist für längeres Bremsen hilfreich, führt
aber nicht zum Stillstand. Andererseits kann sie aber bei längeren Bremsen durch Erwärmen und damit
verbundenen Fading nicht unwirksam werden, wie dies bei Bremsen, die mit Reibung arbeiten, vorkommen
kann.
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